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31. 07. 2018

Ist dieser Sommer noch normal?


Die Hitzewelle in Deutschland nimmt immer mehr zu, extreme Überflutungen und Erdrutsche in Japan.
Hängt dies alles mit dem Klimawandel zusammen?

Die Erde glüht, die NOAA haben Daten aus der Welt zusammengetragen und visualisieren ein Welte die von Hitzewellen heimgesucht wird. Ist dies der Vorgeschmack auf das, was kommt ? Oder der Fingerabdruck des Klimawandels?
Der Sommer 2018 könnte zum Jahrhundertereignis werden.

Die Hitzerekorde nehmen weltweit massiv zu. Forscher des PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) bestätigen: „Das entspricht genau dem, was man angesichts der bisherigen globalen Erwärmung um mehr als ein Grad erwartet.“
In 30 Jahren könnte dieser ungewöhnliche Sommer als ganz normaler Durchschnittsommer gelten.

 

Die Extreme werden häufiger, die Temperatur in Deutschland ist seit der industriellen Revolution im Durschnitt 1,4 Grad gestiegen. Für Fred Hattermann, Experte für Klimafolgen am PIK ist klar: „Wir befinden uns bereits mitten im Klimawandel“.
Japan leidet unter schwersten Überflutungen und Erdrutschen seit Jahrzehnten, in einer Kleinstadt am Indischen Ozean wurde eine Minimaltemperatur über 24 Stunden von 42,6 Grad Celsius gemessen,- selbst in den kühleren Nachtstunden fiel die Temperatur nicht unter 42,6 Grad.
Der Höchste Wert wurde im Death-Valley-Nationalpark in Kalifornien bei 52 Grad gemessen, an diesem Ort wurde 1913 die höchste jemals gemessene Temperatur von 56,7 Grad auf der Erde gemessen. In der kanadischen Provinz wurden dutzende Todesfälle der Hitzewelle zugeschrieben. Im Osten kehrte der Winter zurück,- mit Schnee in Teilen Neufundlands und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Aber auch die Veränderung der Jetstreams wird der Erderwärmung zugeschrieben, Jetstreams sind „Wind Autobahnen“, welche für das Wetter der Nordhalbkugel entscheidend sind. Bei „feststecken“ der Jetzstreams unterstützt dies das Entstehen von Wetterextremen. Die Forscher des PIK kommen zu dem Entschluss: „Das Phänomen der feststeckenden Jetstreams hat seit Beginn des Industriezeitalters um fast 70% zugenommen. Seitdem der Mensch im großen Stil Kohlendioxid freisetzt, sind die Höhenwinde ungewöhnlich langsam. Es ist der Mensch, der an der Klimaschraube dreht“, so Anders.

Quelle: Westfalenpost